PRESSE

 

Liederabend

Mit diesen national und international gefragten Musikerinnen hat sich die Gesellschaft der Musikfreunde eine wahre Perle der Kammermusik ... geholt. Sie bescherten einen Liederabend mit Gedichtvertonungen dreier großer Komponisten: eines der bedeutendsten Romantikers, Robert Schumann, einer, der ihn bewunderte: Johannes Brahms sowie einem Briten, der bei uns kaum bekannt ist, aber mit seinem Faible für die Spätromantik das Konzertprogramm stimmig ergänzte: Frank Bridge, gestorben 1941. Große Gefühle und zarte, nachdenkliche Töne und drängender Sturm, der Abend spannte einen großen Bogen über das Karussell des Lebens.

Ausdrucksstark

Christine Müller setzte ihre Stimme wohldosiert in  Szene. Sie bezauberte ihr Publikum mit großem, dabei immer samt klingenden Volumen, sie verzauberte ihre Zuhörer mit ausdrucksstarkem Gefühl, das selbst in hohen Lagen und im Pianissimo noch klangmalerisch tönte. So spannte sie auch bei weiten Tonsprüngen, wie in „Go not happy day“ von Frank Bridge, einen straffen Spannungsbogen. Erstaunlich, wie unangestrengt Christine Müller wirkte, als lägen die Klänge, die voluminösen inbrünstigen ebenso, wie die leisen hohen, oder die mit kantigem Nachdruck, ihr ganz vorne auf den Lippen. So geriet etwa der Liebesschwur in dem gehaltvollen Brahmslied „Von ewiger Liebe“ ungemein inniglich: Der Pfeil Amor‘s traf bei dieser intensiven Darbietung mitten ins Herz.

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Cantate Domino

"Töne wie aus purem Gold verzaubern"

"fein nuancierte Tonführung und eine bewundernswerte Atemtechnik"

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Bach, Solokantaten 

 

Welt und alle Liebe

Jazz‑ und Klassiktage II: Christine Müller in der Motette

 

Tübingen. 1726 muss Bach einen höchst begabten Altisten zur Verfügung gehabt haben, eventuell aus den Reihen seiner Thomaner. Denn relativ unvermittelt schreibt er zwei hochvirtuose Solo-Alt-Kantaten, die an Dimension und Anspruch aus seinem übrigen Kantatenschaffen herausragen.

   Die Aufführung, mit der Weilheimer Altistin Christine Müller und dem Stuttgarter Alte-Musik-Ensemble Consonare am Samstag wurde für die rund 400 Motetten‑Besucher zu einer Sternstunde. So wünscht man sich Barock-Interpretationen.

   Christine Müller ist eine der wenigen echten Altistinnen. Ihre dunklen Farbnuancen scheinen noch in der Höhe durch, mit warmem Glanz veredelt. Bei ihr verbinden sich sängerische Perfektion und darstellerische Gestaltungskunst zu einer alles Technische weit übersteigenden Ausdrucksqualität. Ihre Rezitative sind nicht wie sonst oft Anlauf und Beiwerk zur Arien, sondern werden mit einer außergewöhnlichen Sensibilität durchleuchtet. Christine Müller holt eine spannungs- und andeutungsreiche Fülle an Verweisen und Ambivalenzen aus den barocken Texten.

     Das Ensemble Consonare um Organist Andreas Gräsle musizierte auf historischen Instrumenten: ein hoher klanglicher Verschmelzungsgrad, erlesenes 0boen- und Fagott-Timbre, seidige Streicher und musikantische Impulse.

     In der Kantate „Gott soll allein mein Herze haben" BWV 169 hat Bach ein älteres Cembalo‑Concerto verarbeitet. Die Sinfonia ist fast ein Orgel-Konzert, dessen wirbelnd fantastische Ranken Gräsle mit spielerisch fließendem Figurenwerk schmückte. "Stirb in mir, Welt und alle deine Liebe" ist eine von Bachs ergreifendsten Alt-Arien, mit Herzklopfen im gezupften Violone. Müller intensivierte die Haltetöne vollkommen vibratolos, spann die Koloraturketten zu Himmel und Erde überwölbenden Bögen. Julian Behr an der Theorbe griff die Stimmungen auf und gab ihnen in seinen verzögernd sinnierenden Kadenzwendungen eine weitere Deutung. Den Schlusschoral sang das achtköpfige Rottenburger Kirchenmusikhochschul-Ensemble ars psallendi, eine für die Bach-Zeit authentische Besetzungsgröße.

     Die Kantate „Geist und Seele wird verwirret“ BWV 35 verzichtet auf einen Chor. Dafür hat Bach hier die Ecksätze eines verschollenen Oboen-Konzerts aus seiner Köthener Zeit zu gleich zwei Sinfonia-Sätzen umgearbeitet, ergänzt um die selten zu hörende Oboe da caccia. Auch hier brillierte die Orgel mit weich rollendem Murmeln.

     Eine einzige Bewegung lief durchs gesamte Ensemble, Linien konvergierten mit zielstrebiger agogischer Synergie. Effektvoll blieb mit einem Mal ein fragender Akkord in der Luft stehen und die Orgel rauschte mit schillernden Läufen hindurch. Die Arien schwanken zwischen Lobpreis der Schöpfung und Todessehnsucht, von Müller mit weltabgewandter eindringlicherem, bitterem Ton gestaltet. Die Kantate endet ungewohnt mit einer Arie: „Und lass mich bald in deinen Händen mein martervolles Leben enden.“ Und Bach inszeniert das „enden“ paradox in nicht endenwollenden Koloraturen, als Festhalten am Leben in all seinen Widersprüchen. ach

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Bach, Matthäuspassion

"...Mezzosopranistin Christine Müller war in ihren Arien ganz hingegeben, entfaltete eine fantastische Nuance um die andere. Ihr "Erbarme dich" war zum Weinen schön und ergreifend. Zuhörern und auch Musikern war die tiefe Bewegung anzusehen."

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Bach, Weihnachtsoratorium

"Zu den großen Momenten gehörten Christine Müllers Alt.-Arien: die einzelnen Register individuell differenziert, aber bruchlos ineinander übergehend. Emphatisch aufblühende Spitzentöne, eine lyrisch gerundete Tiefe und organisch auf dem Atem geführte Verzierungen."

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Dvorak, Stabat mater

"Den Eindruck rundete ein tadelloses Solistenquartett: Insbesondere Christine Müllers ausdrucksstarker, reich timbrierter Mezzosopran stach heraus."

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Rheinberger, CD

"This disc therefore takes you on a journey through Rheinberger’s sacred vocal music career. One comes out of the experience enriched and moved. This is also due to the gracious and ideal performances of the three vocalists whose tone quality, although mature and full, is always literally perfectly in tune but also in accord with the style of the music. In addition the use of piano and/or organ is apt and the accompaniments are sensitive and beautifully balanced."

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Bach, Weihnachtsoratorium

"Faszinierend war die gestalterische Fülle der Altistin Christine Müller: In der Arie „Bereite dich, Zion“ intensivierte sie jede neue Phrase durch Ausdruckssteigerungen und improvisierte Verzierungen. Mit kunstvoller Stimmbeherrschung und Atemtechnik ließ sie in „Schlafe, mein Liebster“ trotz des sehr getragenen Gesamttempos ihre Haltetöne an- und wieder abschwellen."

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Liederabend

"Und ich muß sagen: Ein Josefine-Lang-Lieder- und Rezitationsabend mit Christine Müller in einer Veranstaltung der Hugo-Wolf-Akademie im Stuttgarter Fruchtkasten fand ich kürzlich überzeugender als Jonas Kaufmann im Münchner Nationaltheater."

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Bach, Kantate 148

"Die Altistin Christine Müller faszinierte durch genaue Textgestaltung und ihre Vielfalt an Farben: Im Rezitativ bekam jedes Wort Bedeutung, jede Wendung konnte überraschend umgefärbt werden. Mit Schmelz und Hingabe sang Müller die Arie „Mund und Herze steht dir offen“. Neben ihren subtilen Seufzern wirkten die drei Oboen etwas unbeweglich."

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Haydn, Stabat mater

"Altistin Christine Müller begab sich ganz in die elegische Grundhaltung der Musik, ließ ihre Arien in erhabener Vornehmheit strömen. Jeder Triller, jede Wendung war organisch aus der Atemführung heraus entwickelt, der Text mit einer Bandbreite an Ausdrucksmitteln."

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Bach, Messe h-moll

"...so hatte Kunz mit Christine Müller eine Gestaltungsvirtuosin verpflichtet, deren Tongebung, barocke Verzierungskunst, Stimm- und Atemführung sich in vollendeter Form verbinden. Ihr Agnus Dei war einer der großartigen Höhepunkte, jeder einzelne Ton, jede Nuance ein wahrhaft metaphysisches Erlebnis. Eine Arie lang hielt die Stiftskirche den Atem an."

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Orchesterlieder

"In zwei von Wolfs Mörike-Vertonungen sowie in Mahlers "Das irdische Leben" und "Urlicht" aus "Des Knaben Wunderhorn" war eine Stimmkultur, eine exakte Arbeit an feinsten Nuancen zu erleben, wie man sie selten im Konzertleben findet."

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Tippet, A Child of Our Time

"Christine Müller überstrahlte mit ihrem anrührenden, weich timbrierten Alt auch im tiefen Register das Orchester…" 

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Copland, In the Beginning

"…der die Mezzosopranistin Christine Müller mit ihrer sehr geraden, ruhigen und ausgeglichenen Stimme zusätzlichen Zauber verlieh…"

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Bach, Solokantaten

"Die Mezzosopranistin nahm beide Intentionen geradezu kongenial auf, sang mit innerer Bewegung, gab dem Stimmungsgehalt in angemessener Zurückhaltung beredten Ausdruck. Kein Protzen, kein Forcieren, dabei dynamisch fein abgestuft und in den Höhepunkten strahlend."

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Bach, Messe h-moll

"Christine Müllers schmiegsamer Alt entfaltete in der ariosen Arie "Laudamus te", begleitet vom edlen Klang der Solovioline geradezu eine schwelgerische Stimmpracht. Ebenso elitär formte sie die Alt-Arie "Qui sedes" aus ... . Müllers angenehme Stimme beglückte bis zuletzt."

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Purcell, Dido und Aeneas

"Die Hauptpartie der Dido war mit Christine Müller exzellent besetzt: ein empfindungstiefer, schlanker, zu intensiver Gestaltung fähiger Mezzo."

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Telemann, Tageszeiten

"Christine Müller als Mittag sang mit dunkel grundierter Stimme, die Dramatik und Fülle besaß, die aber doch mehr Eleganz und klanglichen Feinschliff in den Mittelpunkt rückte."

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Bach, C.P.E. Magnificat

"Ein Glanzlicht des Abends war die Altarie "Suscepit Israel". Christine Müller sang die ruhigen Melodien genüsslich aus, mit schönem schlankem, geradem und trotzdem rundem, warmen Ton – und so ergriff dieses Stück das Publikum sichtlich."

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Bach, Solokantaten
"Eine beeindruckende Gastsolistin"
"... Christine Müller, eine sängerisch exquisite Solistin mit einem Reichtum an Farbigkeit vor allem in der fülligen Mittellage, dem vibratoarmen sprechenden Ausdruck und der Bildhaftigkeit in den Rezitativen. Sie artikulierte sauber und deklamierte schlichtweg makellos, mit klarer Textverständlichkeit und ungemein eindringlich."

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Liederabend

"Christine Müller, deren Mezzo ... mit schön leuchtenden Farben ausgestattet ist, setzte in ihrem Vortrag auf eine die Inhalte verdeutlichende, den Hörer unmittelbar ansprechende und einbeziehende Diktion, die, vor allem dynamisch mit feinen Akzenten versehen, die von tiefster Melancholie bis zu ausgelassener Freude reichenden Stimmungen in nuanciert kolorierte Bilder faßte, die gleichzeitig einen sehr bestimmten Eindruck von den Ausdrucksabsichten und -möglichkeiten ihrer Komponisten hinerließen: Ob von Schubert oder Schumann, Fauré oder Wolf, Hindemith, Wolf-Ferrari oder Mahler - alle Stücke hatten ihre konzise Form, ihren eigenen Klang."

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Liederabend

"Christine Müller singt mit wohltuender Artikulation, jedes Wort verständlich und ausdrucksvoll, mit großer vokaler Wärme ihres gerundeten Mezzos."

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Liederabend

"Bereits mit der Motette "Ascendente Jesu in naviculam" zeigte Christine Müller ihre hervorragenden stimmlichen und technischen Möglichkeiten: Ihr ausgeprägter deklamatorischer Stil und eine überdurchschnittliche Intonationssicherheit vermittelten eine rundum überzeugende Interpretation der sehr anspruchsvollen Hindemith-Kompositionen."

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Liederabend

"Ein Liederabend mit Werken von Schumann, Zumsteeg, Fauré, Wolf, Wolf-Ferrari, Berg und Mahler sprengt das Übliche, vor allem aber bot er Christine Müller die Möglichkeit, alle Facetten ihrer Kunst zu zeigen: Klangschattierungen vom Allerfeinsten (Schumann, Fauré), eine ungeheure dynamische Bandbreite, Wärme der Stimmgebung, lyrischer Belcanto wie dramatische Eruptionen, eine glänzende Textverständlichkeit, aber auch die Fähigkeiten der plastischen Gestaltung und des Humors (Wolf)."

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Haydn, Stabat mater

"Ihre große sängerische Ausstrahlung und ihre mannigfachen Gestaltungsmittel ließen die Lacrymoso-Arie "Fac me vere" zum Erlebnis werden."

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Bach, Weihnachtsoratorium

"Von den Solostimmen hatte Christine Müller bei allem Respekt vor den anderen Solisten mit ihrem technisch vorbildlich und ausdrucksstarken warmen, runden, in der Tiefe voll klingenden und in der Höhe lyrischen Alt die schönste Stimme, die ein zartes Piano ebenso zum Klingen brachte wie ein inbrünstiges Mezzoforte."

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Monteverdi, Pianto della Madonna

"Christine Müller sang Monteverdis "Muttergottesklage" (die geistliche Version des berühmten Ariadne-Lamentos) mit aller Kunst des großen Affekt-Rezitierens, mit herrlichem Ton und soviel Differenzierung, dass ihr ... Sonderapplaus zuteil wurde."